Haselsteiner Geschichtsblätter

Eine zusammenhängende Ortsgeschichte Haselsteins ist bislang einmal geschrieben worden: Die „Chronik der Pfarrei Haselstein“ von Pfarrer Emil Klüh (1941-1957). Fertiggestellt anlässlich der Glockenweihe 1948, hat Pfarrer Klüh seit seiner Versetzung nach Haselstein in der schwierigen Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit dieser Aufgabe gewidmet. Er konnte auf Vorarbeiten seines Vorgängers Anton Nitzge (1915-1941) zurückgreifen. Pfarrer Nitzge hatte u.a. intensive Korrespondenz mit dem Staatsarchiv in Marburg gepflegt. Neben der Auswertung des Pfarrarchivs liegt der Wert der Chronik von 1948 darin, dass sie den damaligen Kenntnisstand im lokalgeschichtlichen Schrifttum zuverlässig widergibt. Doch sind seither nicht nur über sechs Jahrzehnte vergangen. Viele Wissenslücken konnten zwischenzeitlich geschlossen werden. Zu Manchem, was lange als unumstößliche Tatsache gegolten hat, gibt es neue Erkenntnisse.

 

Das handschriftliche Original der Chronik ist leider verschollen. Sie ist aber überliefert in Form einer Abschrift,
die Andreas Knüttel von einer Fotokopie angefertigt hat. Anlässlich der 700. Pfarrjubiläums 1991 hat der Pfarrgemeinderat eine kleine Festschrift herausgegeben. In ihren Beiträgen zur Pfarr- und Ortsgeschichte haben Pfarrer Armin Hühn (Hofaschenbach) und der Historiker Gerald Rudolph intensiv mit der Pfarrchronik gearbeitet. Mit den Haselsteiner Geschichtsblättern schlägt der Heimat-, Kultur- und Geschichtsverein einen neuen Weg ein. Eine neue Dorfchronik zu schreiben, wird – wenn nicht nur das bisher Bekannte neu arrangiert und alte Irrtümer wiederholt werden sollen – jahrelange Arbeit erfordern. So lange wollten wir jedoch nicht warten. Deshalb werden in den
Haselsteiner Geschichtsblättern verschiedene Episoden aus der reichhaltigen Geschichte unseres Dorfes nach und nach erzählt. Dem geneigten Leser neue Forschungsergebnisse zu präsentieren, ist das Hauptanliegen unserer Reihe. Bisher nicht bearbeitetes Archivmaterial, dem noch Geheimnisse der Vergangenheit zu entreißen sind, ist reichlich vorhanden.

 

Eine spätere Publikation in Papierform und Verdichtung zu einen neuen Haselsteiner Chronik folgen.